"Alles Leben in Jermién ist durch Stränge der Magie untrennbar miteinander verbunden - nur dieRuchlosen nutzen das aus." - Síndàríll San Saahr


 
Die Geschichten aus „Wie Wind und Feuer“ sind in Jermién (sprich: Jerr-mih-enn)angesiedelt. Für sich genommen ist Jermíen ein riesiger Kontinent der Welt Deriur, der sich in die Nordlande, die Mittellande und die Südlande gliedert– wobei die Südlande auch den gesamten zum Teil noch unerforschten südlichen Teil des Kontinents einschließen. Zwischen diesen drei Teilen gibt es keine klaren Abgrenzungen; aufgrund der Geographie sind die Bezeichnungen mehr oder minder bloße Hilfsmittel für die jeweiligen Kartographen.

Das Land ist dünn besiedelt, man kann tage- oder sogar wochenlang reisen, ohne auf einen anderen Menschen zu treffen. Obwohl es – aufgrund der Größe des Kontinents – unzählige kleinere und größere Königreiche, Fürstentümer und Freistädte gibt, ist Jermíen in erster Linie ein wildes Land, ein Land geographischer Extreme, wilder Bestien und der Magie. Die meisten humanoiden Bewohner sind Menschen, und es gibt kaum eine Region, in der sie nicht leben oder in die sie nicht wenigstens schon einmal vorgedrungen sind. Aber es gibt auch zwergische, elfische oder orkische Siedlungen.

Ss’tess – echsenartige Kreaturen – leben nomadisch in den zerklüfteten Gebirgszügen des Drachenrückens, Hurr’adrahi – die Wolfskrieger – ziehen Seite an Seite mit Wolfsrudeln durch die Steppen von Staah Darra. Conuréi, die Kinder der Fledermauskönigin und des Skorpions, bewohnen seit dem großen Krieg, der die Orden der Wind- und Flammenwächter erschütterte, die unzähligen Höhlen, welche die Inseln des östlichen Meeres durchziehen – eines Meeres, das der Legende nach aus den Tränen derer besteht, die ihre im Krieg gefallenen Liebsten beweinten, bis die gewaltigen, von Dämonenfeuer gerissenen Krater gefüllt waren. Die Menschen von der Nordküste sind wagemutige Händler und Seeleute, die Menschen von Mhûn, die einst die Zukunft ihres Volkes für ihren Griff nach ewigem Leben opferten, kontrollieren ihre Grenzen vom Rücken gewaltiger Schlangenadler aus – und Drachen, die sich als die wahrhaftigen Herrscher von Jermíen, wenn nicht sogar von ganz Deriur sehen, werden verehrt, verteufelt und gejagt zugleich.

Jedes Volk, jedes Land und manchmal sogar jedes einzelne, von der Außenwelt so gut wie abgeschnittene Bauerndorf, besitzt seine eigenen Bräuche, seine eigene Geschichte und Kultur – verbunden werden sie alle durch Legenden und Sagen, die über viele Tausend Jahre hinweg weitergegeben wurden, „dem Wind erzählt“ wie man sagt.
Und wer dem Wind etwas anvertraut, findet seine Worte übers ganze Land getragen.